Nicht nur in Baden-Württemberg steht das Deutsche Rote Kreuz seit Jahrzehnten für einen modernen Rettungsdienst. Es gewährleistet überall im Land eine zuverlässige, flächendeckende Versorgung – rund um die Uhr, im Einzelfall gleichermaßen wie auch bei Großeinsätzen. Deren Qualität entwickelt das Deutsche Rotes Kreuz sowohl strukturell als auch technologisch kontinuierlich weiter und gibt immer wieder Impulse für Innovationen im System der Notfallrettung.
In diesem Sinne verstand sich auch das erste „FORUM ZUKUNFT RETTEN“: Mit kompetenten Fachvorträgen und Diskussionen bot es Raum zum Austausch, zur Analyse und einen Blick in die Zukunft des Rettungsdienstes. Um dieses Konzept fortzuführen, geht nun das zweite Forum an den Start. Wieder in Baden-Baden, wieder mit Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland und erneut mit einem breiten Themenspektrum: von technischen Fragen über Personal- und Ausbildungsfragen bis hin zur Analyse von Bedrohungslagen. Auch ein Blick über Ländergrenzen wird nicht fahlen. Erneut werden Keynote-Speaker das Programm an den beiden Tagen ergänzen.
Gemeinsamer Nenner des Programmes bleibt es, mit aktuellen Fachthemen auf die bestehenden Herausforderungen an die Notfallversorgung einzugehen und Lösungsmöglichkeiten im Hinblick auf einen zukunftsgerichteten Rettungsdienst aufzuzeigen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim zweiten „FORUM ZUKUNFT RETTEN“ am 9. und 10. Juli 2026 im Kongresshaus in Baden-Baden.
Was wäre, wenn Rettung bereits beginnen würde, bevor ein Notruf abgesetzt wird? Wir denken Notfallversorgung neu: als vernetztes System, das Menschen auffängt, noch bevor sie in die Krise fallen – durch eine enge Verzahnung aller Versorgungsebenen und eine vorausschauende Begleitung der Betroffenen.
Als Herzstücke der Notfallrettung stehen die Leitstellen vor einem tiefgreifenden Wandel. Wie verändern intelligente Prozesse, digitale Entscheidungsunterstützung und neue Formen der Echtzeit-Kommunikation die Art, wie wir koordinieren und handeln? Wir diskutieren die Leitstelle der Zukunft.
Nicht jeder Notfall erfordert dieselbe Antwort. Innovative Versorgungs- und Strukturkonzepte ermöglichen eine präzisere, ressourcenschonendere und patientengerechtere Versorgung. Sie zeigen neue Wege, wie Einsatzmittel noch zielgerichteter eingesetzt und Strukturen zukunftsfähig gestaltet werden können.
Die Qualität der Notfallversorgung von morgen entscheidet sich in der Ausbildung von heute. Das Berufsbild wandelt sich – weg von der reinen Einsatzkraft hin zu einem vielseitigen Gesundheitsprofi mit wachsender Verantwortung. Neue Lernformate und strukturierte Karrierewege eröffnen dabei Perspektiven, die noch vor wenigen Jahren utopisch waren. Wie gestalten wir eine Ausbildungslandschaft, die dieser Realität gerecht wird – und den Menschen im Mittelpunkt nicht vergisst?
Die Sicherheitsanforderungen an den Rettungsdienst wachsen – und mit ihnen die Verantwortung. Welche Rolle kommt dem Rettungsdienst im Kontext eines neu aufgestellten Zivilschutzes zu? Wie bereitet sich ein System auf außergewöhnliche Einsatzlagen vor, die weit über den Alltag hinausgehen? Und welche technische wie organisatorische Resilienz braucht es, um auch unter widrigsten Bedingungen handlungsfähig zu bleiben?
Andere Länder, andere Systeme – und manchmal sogar mit besseren Antworten auf gemeinsame Fragen. Welche Impulse kommen aus dem internationalen Rettungswesen, welche Standards setzen andere Nationen? Und wie lässt sich grenzüberschreitende Zusammenarbeit so denken und gestalten, dass sie sich im Einsatz bewährt?
Technologischer Fortschritt ist zwar mehr als nur KI – dennoch wird künstliche Intelligenz auch in der präklinischen Versorgung eine Rolle einnehmen. Welche Erfahrungen konnten im benachbarten Ausland bereits gemacht werden? Welche Ansätze sind vielversprechend, welche Innovationen können beispielsweise zur Implementierung in Leitstellen verfolgt werden?
Projekt SPELL: Künstliche Intelligenz in der Rettungsleitstelle
👤 Simon Franke, DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
Leitstelle im Wandel – Zukunft jetzt denken
👤 Gregor Gysi, Schutz und Rettung Zürich
Implementierung von Innovationen
👤 Lukas Findeisen, DRK-Landesverband Baden-Württemberg
Podiumsdiskussion
Fachkräftemangel ist trotz umfangreicher Bemühungen in der Ausbildung auch im Rettungsdienst ein Thema. Welche Rolle spielt der Beruf des Notfallsanitäters in der Zukunft der Präklinik – was kann er und was soll er können? Wie können junge Menschen für einen Beruf im Rettungsdienst begeistert werden? Wie werden Mitarbeitenden attraktive Arbeits- und Entwicklungsperspektiven geboten?
Einklang von Familie und Beruf
👤 Michael Herbstritt, ver.di
Attraktivität des Berufsbildes
👤 Martin Großmann, DBRD e. V.
Zukunft des Berufsbildes
👤 Dr. Philipp Dahlmann, M.A., Technische Hochschule Deggendorf
Podiumsdiskussion
Highlight Lecture
👤 Dr. Jörg Braun, DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG | „Moderne Versorgung aus ärztlicher Sicht“
Session Block 2
Immer mehr Notrufe belasten das System. Welche Ansätze werden verfolgt, um einer drohenden Überlastung entgegenzutreten?
Wie sehen moderne Planungsansätze aus? Was kann getan werden, um Patienten die notwendige Hilfe zukommen zu lassen, bevor sie zum akuten Notfall werden.
Vorbeugender Rettungsdienst
👤 Simone Böbel, Maastricht University
Ansätze für eine landesweite Bedarfsplanung
👤 Prof. Dr. Stefan Nickel, KIT
Alternative Rettungsmittel
👤 Sebastian Lange, Bayerisches Rotes Kreuz
Podiumsdiskussion
Sie sind die zentralen Schaltstellen im System des Rettungsdiensts. Ein Blick in die Zukunft und Fragen an die Rolle der Leitstellen im Gesundheitswesen: Groß vs. klein? Was sind Vorzüge bereichsübergreifender Leitstellen und weshalb sind kleine Leitstellen ebenfalls schlagkräftige Player?
Leitstellen als Gatekeeper
👤 Christof Chwojka, Björn Steiger Stiftung
Regionale Vernetzung von Leitstellen
👤 Jörg Pfeifer, ILS Bodensee-Oberschwaben
Notrufabfragesysteme – standardisiert vs. strukturiert
👤 Kadriye Gülöz, Großleitstelle Oldenburger Land (AöR)
Podiumsdiskussion
19:00 Uhr
Abendessen mit Rahmenprogramm
👤 Dr. Lüder Warnken | „Medizin trifft Entertainment“
Session Block 3
Krankenhäuser, Notfallpraxen, Hausärzte und Pflege – eine Struktur befindet sich im Umbruch. Wie entwickeln sich die hausärztliche Versorgung, die Krankenhausstruktur und die Pflegeeinrichtungen? Wie müssen das System allgemein und die Notfallversorgung im Besonderen reagieren, um Patienten ein effizientes und angemessenes Versorgungsniveau zu bieten?
Zukunft der hausärztlichen Versorgung
👤 Dr. Doris Reinhardt, KVBW
Zukunft der Krankenhauslandschaft
👤 Martin Gscheidle, BWKG
Zukunft der pflegerischen Versorgung
👤 Dr. Angela Postel, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg
Podiumsdiskussion
Highlight Lecture
👤 Dr. Stefan Poloczek, Bundesministerium für Gesundheit | Reform der Notfallversorgung in Deutschland
Moderation: Greta Hirsch
Referentinnen und Referenten sind Vertreterinnen und Vertreter…
der Ärzteschaft, der Hilfsorganisationen, aus Politik und Verwaltung, der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft, des Karlsruher Instituts für Technologie, von Schutz und Rettung Zürich, der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und des Deutschen Berufsverbands Rettungsdienst.
Dr. Jörg Braun
Leiter Medizin DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG
Christof Constantin Chwojka
Geschäftsführer Rettungsdienst,
Björn-Steiger-Stiftung
Dr. Philipp Dahlmann
M.A., Technische Hochschule Deggendorf
Martin Großmann
2. Vorsitzender, Deutscher Berufsverband Rettungsdienst e.V. (DBRD)
Martin Gscheidle-Münch
Geschäftsführer Geschäftsbereich Krankenhausfinanzierung und -recht,
Baden-Württembergische
Krankenhausgesellschaft e.V.
Kadriye Gülöz
Großleitstelle Oldenburger Land (AöR)
Gregor Gysi
Leiter Support ELZ, Abteilungsleiter Stv. Einsatzleitzentrale 144/118 bei Schutz & Rettung Zürich
Michael Herbstritt
ver.di,
Bezirk Südbaden-Schwarzwald
Sebastian Lange
Abteilungsleiter Rettungsdienst,
Bayerisches Rotes Kreuz
Prof. Dr. Stefan Nickel
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)
Jörg Pfeifer
Fachbereichsleiter Integrierte Leitstelle Bodensee-Oberschwaben
Dr. med. Doris Reinhardt
Stellvertretende
Vorstandsvorsitzende, KVBW
Uwe Vögt
Telefon: 0151 121 233 73 |
E-Mail: info@zukunft-retten.de
Teilnahmegebühr inkl. Verpflegung und Abendessen am 03. Juli: 155 €/Person
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